GILDA BRASILEIRO - Gegen das Vergessen

Gilda Brasileiro im Sklavenhaus
Gilda Brasileiro im Sklavenhaus

 

 Gilda Brasileiro ist Jüdin und Afro-Brasilianerin. Sie lebt in einem Dorf im atlantischen Regenwald, in dem noch ein intaktes Sklavenhaus steht. Doch niemand vor Ort kann sich an die Vergangenheit erinnern. Das kann Gilda nicht akzeptieren.
Da erfährt sie von einem Film-Wettbewerb, der Dorfbewohner aufruft ihre Geschichten zu notieren.  Gilda erzählt von einer geheimen Sklavenroute und von ihrem Dorf als illegalem Umschlagplatz im größten Kaffee-Anbaugebiet des 19.Jahrhunderts. Fast eine Million AfrikanerInnen gelangten nach dem Verbot des transatlantischen Sklavenhandels weiterhin als Sklaven nach Brasilien. Gilda sucht nach Wahrheit und konfrontiert die Nachkommen der Sklavenhändler und Farmbesitzer mit ihrer eigenen Geschichte.
Angesteckt von ihrer Suche finden wir Fotografien von versklavten Männern, Frauen und Kindern auf brasilianischen Kaffee-Plantagen.  Die Bilder von Marc Ferrez, einem der wichtigsten Fotografen des 19.Jh., bringen uns eine ferne Zeit irritierend nah in die Gegenwart.

 

Dokumentarfilm von Roberto Manhães Reis und Viola Scheuerer, 90 min., expected Frühjahr 2018

 Musik: Thomas Rohrer, Bela Mereilles, Fabio Müller

 Sounddesign & Mischung: Dietrich Körner

 Farbkorrektur: Stefan Engelkamp

 Sprecher engl. Version: Erik Hansen